Dramaturgie im Schneideraum:

Der Fachbereich Montage/Schnitt

Wie strukturiert man einen Film gegen die Norm?
Welche Bedeutung haben zufällig wirkende Bilder?
Wann erzählt man durch Weglassen mehr?
Warum verändert der Schnitt eine Haltung?

Schneiden, viel eher: Montieren, bedeutet, visuelle Geschichten und Bedeutungen zu erzählen und herauszugeben. In einem schöpferischen Prozess fertigt der Editor/die Editorin aus den Ingredienzien der Bilder, Geräusche und der Musik einen in sich stimmigen Film.

Der Lehrgang Montage/Schnitt versteht sich als Labor – ein fächerübergreifendes Arbeitsfeld.
Gemeinsam mit Regie, Kamera und Produktion forschen die Studierenden nach subjektiver und objektiver Film-Zeit, nach Szenen- und Gesamtrhythmus.

Sie experimentieren mit unterschiedlichen Mustern und Metaphern der Filmsprache, mit Akzent und Ironie. Für ihre Arbeit brauchen sie sowohl Geduld und Präzision wie auch Musikalität und visuelle Vorstellungskraft, umfassendes technisches Wissen und dramaturgisches Handwerk.

Ähnlich den Drehbuchautor/innen setzen sich auch die Studierenden des Montage/Schnitt mit Filmdramaturgie und -geschichte auseinander und ziehen Vergleiche zu klassischen Erzählformen wie Literatur und Theater.

Ausgehend von einer fundierten technischen Basis (Digitalschnitt) werden sie gemeinsam mit den anderen Lehrgängen an Projekten arbeiten und eigenständig Filmszenen entwickeln.

Seminare zu Themen wie Mischung, Digitales Compositing und elektronische Bildbearbeitung vervollständigen das Programm und bereiten die Studierenden auf die Zusammenarbeit mit anderen Departments der Postproduktion vor.

Wie alle anderen Lehrgänge an der filmArche gestalten auch die Montageklassen ihren Unterricht selbst. Als Orientierung dient das Curriculum Montage/Schnitt.