24 Leinwände pro Sekunde:

Der Fachbereich Kamera

Wie künstlich ist die Wirklichkeit?
Welches Licht dramatisiert einen Zwiespalt?
Wieviel muss man zeigen, um alles zu sehen?
Wann darf das Böse in Schönheit sterben?

Die Kamera präsentiert uns die Geschichte. Sie ist es, die die Perspektive auf den Kern des Filmes definiert, sie lenkt den Blick des Zuschauers und nimmt eine dezidierte Haltung zu den Figuren und zur Aussage des Filmes ein.

Kameraleute bestimmen im Vorfeld des Drehs das Konzept und die Grundhaltung eines Filmes mit der Regie, wobei sie sowohl künstlerische und gestalterische Ziele als auch die technischen Möglichkeiten im Blick behalten. Während des Drehs leiten sie das visuelle Technikdepartment am Set und bündeln alle Ideen und Einschränkungen zu einem Stil.

Der Lehrgang Kamera an der filmArche gliedert sich daher in zwei große und einen kleineren Themenbereich: Gestaltung und Technik sowie Organisation am Set.

Bei der Kameratechnik wird der Schwerpunkt auf die zukunftsweisenden Entwicklungen der digitalen Aufzeichnungsverfahren und auf den kompetenten Umgang mit den vorhandenen gesetzt.

Lichttechnik und Lichtgestaltung werden eng miteinander verknüpft, um die Theorie durch die Praxis zu verinnerlichen. Für die inhaltliche Auseinandersetzung mit filmischen Bildern soll als Grundlage ein fundiertes Wissen in Bildgestaltung, Kunst und Filmgeschichte erarbeitet werden. Die Organisation am Set wird zudem bei zahlreichen praktischen Gelegenheiten geschult werden können.

Ziel ist, dass die Absolvent/innen der filmArche ihre persönliche filmische Bildersprache gefunden haben und zugleich in der Lage sind, sich auf das Publikum ihres Filmes einzustellen.

Wie alle anderen Lehrgänge an der filmArche gestalten auch die Kameraklassen ihren Unterricht selbst. Als Orientierung dient das Curriculum Kamera.