„Das kleine Fernsehspiel“ zu Gast in der filmArche e.V.

Berlin – Filmemachen ohne Förderung ist in Deutschland kaum denkbar. Anträge schreiben, TV-Redaktionen kontaktieren oder eine Crowdfunding – Kampagne initiieren – die Möglichkeiten der Filmförderung sind vielfältig. Doch welche Art der Förderung macht für meinen Film Sinn? Wo habe ich Chancen und wie kann ich diese nutzen?


Jörg Schneider vom ZDF
war jetzt in der filmArche e.V. zu Gast. Vor ca. 70 Interessierten hat der Redakteur die Arbeitsweise und Fördermöglichkeiten der Redaktion und Sendereihe “Das kleine Fernsehspiel” vorgestellt. 20 Produktionen von jungen Filmemacher*innen fördert “Das kleine Fernsehspiel” jedes Jahr – zur Hälfte je fiktionale und dokumentarische Stoffe mit bis zu 300.000 Euro.

Aber welche Art von Filmen haben überhaupt eine Chance, auf dem Redaktionstisch zu landen? “Wenn ein Treatment bei uns eingereicht wird, fragen wir uns: ‘Wie originell, wie neu ist dieser Stoff?’”, erklärt Jörg Schneider. Durch den späten Sendeplatz ist die Redaktion in ihrer Auswahl relativ frei. Ihr Fokus liegt auf neuen Themen und deren Berarbeitung durch junge Filmschaffende. “Wir richten uns nicht nach der Einschaltquote”, so Schneider. Rund 600 Einreichungen bekommt die Redaktion pro Jahr. Alle 3-4 Monate bringen die Redakteur*innen ihre Lieblingsfilme in die Stoffsitzung mit. Die Runde entscheidet basisdemokratisch, welche davon gefördert werden.

Die von der filmArche e.V. in Eigenregie konzipierte Veranstaltungsreihe „in production“ – Wege zur Filmförderung findet zwischen März und Dezember 2016 monatlich in den Räumlichkeiten der Lahnstraße 25 in Berlin Neukölln statt. Der Eintritt ist frei. Ziel ist es junge Filmemacher*innen zu ermutigen, sich mit der Materie der Filmförderung auseinanderzusetzen. Neben Filmförderungsanstalten präsentieren sich TV-Redaktionen und Crowdfunding-Plattformen, um sich den Fragen des Publikums zu stellen. Am Ende des Jahres werden die Referent*innen abschließend zusammengeführt und über die deutsche Filmförderungslandschaft gemeinsam diskutieren.

Selbstorganisation und Unabhängigkeit sind die Schlagworte, auf deren Grundlage die filmArche e.V. 2001 gegründet wurde. Ohne feste Mitarbeiter*innen wird die Schule sowohl organisatorisch als auch inhaltlich vollständig durch das Engagement ihrer Mitglieder getragen.

Bis zum 11. Juli kann man sich jetzt an der filmArche e.V. für ein Studium bewerben. Gut zu wissen: Der zeitliche Aufwand an der Schule macht ein Studium auch neben dem Teilzeitjob möglich. Auch für Freiberufler*innen sind die Strukturen gut planbar. Die Studiengebühren belaufen sich auf einen monatlichen Vereinsbeitrag.

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Pressekontakt:
presse@filmarche.de

von: Natalie Pusch
(Jahrgang 2014)