„Little World“

Ist die Integration gescheitert? Migranten sind kriminell, nutzen den Staat aus und beteiligen sich nicht am Kulturaustausch. Warum sind uns diese Aussagen aus den Medien sehr geläufig und positive Beispiele kaum verbreitet? Einerseits natürlich weil negative Aussagen mehr Gehör finden und andererseits weil funktionierende Integration für uns so selbstverständlich ist, so dass sie nahezu unsichtbar erscheint. Doch wer genau hinschaut sieht in jedem Stadtbild kleine und große Anzeichen eines großen Kulturaustausches. Uns interessierten jedoch besonders die Subkulturen in Großstädten, in denen sich kleine Kulturableger gebildet haben und sich als Keimzelle für den Kulturaustausch erweisen. Integration darf nicht als totale Selbstaufgabe der eigenen Identität verstanden werden, sondern als ein Prozess in dem alle voneinander durch Diversität profitieren.

Gordon Räck und Sarah Bronder beschäftigen sich in Ihrem Film mit all diesen Themen und sind heute Abend anwesend.

Gordon Räck, geboren 1990 in Berlin, arbeitet vor allem als Filmemacher (Produzent, Kameramann, Schnitt und Colorgrading). Parallel zu seinem Bachelor of Arts in Kommunikationsdesign an der HTW Berlin, arbeitete er mehrere Jahre lang für die Wochenzeitung “der Freitag” als Freelancer im Bereich Bildbearbeitung, Soft-Proofing und Layout. Seit 2013 ist er für diverse Kunden und Agenturen im Bereich Film und Bildgestaltung tätig.
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Sarah Bronder, geboren 1989 in München, aufgewachsen in Freiburg und in einer Schauspielerfamilie, engagierte sich in der Vergangenheit viel für Theater und Film, fand aber erst durch ihr Studium an der HTW Berlin im Kommunikationsdesign, ihre Liebe zum Dokumentarfilm. Mit Gordon Räck entstanden in ihrem Studium, neben vielzähligen Fotoprojekten, die Dokumentarfilme “es ist normal” und “Little world”

Titel: „Little World“
Länge: 52 Minuten
Format: 2K SCOPE DCP
Von Gordon Räck und Sarah Bronder


01.06.2016, 19:00 Uhr, filmArche, Lahnstr. 25