Nachspieltour Filmfest Dresden

Als das Filmfest Dresden 1989 noch vor der Wende erstmals ausgetragen wurde, diente es dazu, vorher in der DDR verbotene oder selten aufgeführte Filme der Öffentlichkeit vorzustellen. Nach der deutschen Wiedervereinigung musste sich der Schwerpunkt des Festivals zwangsläufig ändern. Da die Trickfilmstudios der DEFA in Dresden beheimatet waren, entschied man sich für das Konzept eines Kurzfilm- und Trickfilmfestivals.


Das Herzstück des Programms bilden seit jeher der Internationale und der Nationale Wettbewerb. Sie bringen in 13 Programmen etwa 80 Filme aus mehr als 20 Ländern der Welt auf die Leinwand. Um die Nominierungen bewerben sich jedes Jahr mehr als 2000 Spiel- und Animationsfilme aus über 80 Ländern. Die Einreichungen dürfen nicht älter als zwei Jahre und nicht länger als 30 Minuten sein.
Mit insgesamt ca. 64.000 Euro Preisgeldern gehört das Filmfest Dresden zu den höchstdotierten Kurzfilmfestivals in Europa. Als Preis für die besten Animations- und Spielfilme in den Wettbewerben wird der „Goldene Reiter“ in Anlehnung an das gleichnamige Reiterstandbild vergeben. Zusätzlich gibt es Publikumspreise, den “Goldenen Reiter” für Filmton, den Förderpreis der Sächsischen Staatsministerin sowie den ARTE-Kurzfilmpreis.
Neben den Wettbewerben bietet die Festivalwoche ein umfangreiches Angebot an Sonderprogrammen mit einer Vielfalt an Themen- und Länderschwerpunkten, Retrospektiven und Kinderfilmen.
Die Sektion etc. – events.trainings.connections ergänzt jährlich das filmische Angebot mit Meisterklassen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Empfängen und richtet sich sowohl an die akkreditierten Fachbesucher als auch an das interessierte Publikum.
Die Nachspieltour versammelt Preisträgerfilme und Publikumslieblinge des jeweiligen Jahrgang und präsentiert diese einem internationalen Publikum.


03.06.2015, 20:00 Uhr, filmArche, Lahnstr. 25