Quality TV – Entstehungsbedingungen von Autorenserien

Ein Vergleich zwischen den Bedingungen in den USA und Deutschland, mit Christoph Dreher


Inhalt der Veranstaltung
Bekanntlich sind in den letzten 15 Jahren auf dem Gebiet der seriellen Langform-Erzählung in den USA bahnbrechende Dinge geschehen, überraschenderweise im Kontext des Fernsehens. In Deutschland gibt es bislang nur wenige Versuche in diese Richtung. Wie sind die ökonomisch-strukturellen Voraussetzungen der US-Fernsehlandschaft beschaffen, wie die künstlerischen Arbeitsbedingungen, die einige außerordentliche Serien hervorgebracht haben? Wie sehen Tendenzen und Prognosen für die Zukunft aus? Und wie ist diesbezüglich die Situation in Deutschland, wie stehen die Chancen für vergleichbare Werke?
Christoph Dreher stellt die Entwicklung anhand ausgewählter Serien vor, bespricht dramaturgische Aspekte und steht für Fragen junger DrehbuchautorInnen und RegisseurInnen gern zur Verfügung.


Christoph Dreher
Seit über dreißig Jahren realisiert Christoph Dreher Musikvideos (darunter für Nick Cave „The Mercy Seat“) und Dokumentarfilme. Für die Doku „Lost In Music – Hip Hop Hooray“ gab es 1993 den Adolf-Grimme-Preis. Seit 2000 ist Christoph Dreher Professor für audiovisuelle Medien an der Merz Akademie für Gestaltung in Stuttgart. Seine neuesten Veröffentlichungen umfassen „Autorenserien – Die Neuerfindung des Fernsehens“ (2010) und „Breaking Down Breaking Bad – Dramaturgie und Ästhetik einer Fernsehserie“ (mit Christine Lang, 2013). In seinem Film „It’s more than TV – Die neuen US-Serien und ihre Macher“ (2012) portraitiert er die amerikanischen Serienschöpfer Vince Gilligan („Breaking Bad“), Tom Fontana („OZ“) sowie David Simon und Eric Overmyer („Treme“ und „The Wire“) und befragt sie und einige ihrer MitarbeiterInnen zu ihren Arbeitsweisen und inhaltlichen Orientierungen.