Epische Filme sehen lernen

Ein Junge möchte ein Mädchen zum Tanz auffordern, er geht forsch auf sie zu, er hält sich für einen tollen Hecht; sie steht schon vom Tisch auf, lächelt ihm erwartungsvoll zu; da bleibt er plötzlich stehen, wendet den Kopf in eine andere Richtung, kaut auf seinen Lippen, geht woanders hin: es gibt Filme, da bleiben die Plot Points aus, da passiert von Anfang bis Ende irgendwie überhaupt nichts …

Wie kommt es, dass solche Filme, wenn man sie „richtig“ sieht, nicht langweilig sind? Was erzählen sie uns? Mit welchen Stilmitteln, visueller und narrativer Art, arbeiten sie? Was definiert „epische“ Filme, was unterscheidet sie von den als dramatisch definierten Story, auf welche Art mischen sich in vielen Werken epische und dramatische Elemente? Was können wir von epischen Filmen lernen?

zu der Person:
Nina Kind studierte von 2000 bis 2006 an der HFF Potsdam Filmdramaturgie und Drehbuch, u.a. bei den Professoren Peter Wuss, Peter Rabenalt und Torsten Schulz. Sie hat Erfahrung
als Regisseurin von Kurzfilmen und als Co-Autorin von Kinoregisseuren. Ihr Drehbuch „Jana und Steven“ erhält derzeit eine Förderung des Nordmedia-Fonds und wird 2014 realisiert.