Zum Zusammenwirken von Wort und Bild

Wer Dokumentarfilme nur aus dem Fernsehen kennt, kann sich einen solchen ohne Kommentar wohl überhaupt nicht vorstellen.

Die Wortsprache ist das Leitmedium – wie im Internet auch. Die Worte leiten die Wahrnehmung, sie gewichten, bewerten, urteilen. Gesprochene Worte sind schwerer zu kritisieren als Bilder. Das Wort ge-horchen bezieht sich auf den Hörsinn. (Lateinisch oboedire = dem Gehörten folgen, Englisch to obey) Worte sind billiger zu produzieren als Bilder.

Darum kommt ihnen meist die Aufgabe zu, gut zu machen, was den Bildern fehlt. So kann das nicht bleiben!

Ein analysierender Abend mit zahlreichen Filmbeispielen, eigenen und fremden, von Harun Farocki.